Kaufberatung: Kühlschrank

EinbaukühlschrankVor dem Kauf eines neuen Kühlschranks, Gefrierschranks oder einer Kühl-/Gefrierkombination sollten Sie ein paar Hinweise beachten, um ein passendes und effizientes Gerät zu finden, mit dem sie auch langfristig zufrieden sind.

Stromkosten

Wer nur auf einen günstigen Kaufpreis achtet, zahlt meist langfristig drauf. Denn bei Kühlgeräten spielt der Stromverbrauch eine oft unterschätzte Rolle. Bei vielen Geräten übersteigen die Energiekosten während der Nutzungsdauer den Anschaffungspreis!

Ein Beispiel aus einem Vergleich der Stiftung Warentest (Heft 10/2009): Bei der zweitgünstigsten Kühl-Gefrier-Kombination (Standgerät) kommen in 15 Jahren 1154 Euro Stromkosten zusammen. Beim sparsamsten Gerät sind es dagegen nur 721 Euro.

Es lohnt sich also, neben dem Kaufpreis auch die Stromkosten genauer unter die Lupe zu nehmen!

Energielabel

Kühlschrank EnergielabelEigentlich reicht das europäische Energie-Label von der Wertung A für Geräte mit niedrigem Energieverbrauch bis G für Geräte mit hohem Verbrauch. Da der Stromhunger von Kühl- und Gefriergeräten aber besonders stark zurück gegangen ist, gibt es für diese Geräte bereits seit 2003 zusätzliche Klassen: A+ und A++.

Die Unterschiede zwischen den drei A-Klassen sind enorm. Ein Gerät mit A++ muss laut Richtwert 50% weniger verbrauchen als ein A-Kühlgerät. Entsprechend deutlich fällt die Warnung der Stiftung Warentest aus: „Geräte der Klasse A sind nur noch drittklassig!“

Seit dem Frühjahr 2011 gibt es ein komplett neues europäisches Effizienzlabel, das von D bis A+++ reicht. Diese Aufkleber sind ab Herbst auf neuen Geräten zu finden. Halten Sie also möglichst Ausschau nach Geräten, die mit einem A++ oder A+++ markiert sind!

Größe

Je größer der Kühlschrank ist, desto mehr Energie verbraucht er üblicherweise. Deswegen sollten Sie ein für Sie passendes Gerät kaufen. Die Stiftung Warentest empfiehlt folgende Richtwerte für den Nutzinhalt:

  • Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte: 100 bis 140 Liter
  • für jede weitere Person: + 50 Liter

 

Mit Gefrierfach oder ohne?

Abhängig davon, wie viel man selbst einfriert oder bereits eingefroren kauft, steht die Entscheidung zwischen den verschiedenen Gerätetypen an:

  • Kühlschrank ohne Gefrierfach
  • Kühlschrank mit Gefrierfach (integriert)
  • Kühl-/Gefrierkombination (mit separatem Gefrierbereich)
  • Gefrierschrank/Gefriertruhe

Auch hierzu gibt es hilfreiche Richtwerte für die richtige Auswahl von der Stiftung Warentest:

  • geringe Vorratshaltung: 50 bis 80 Liter Gefrierteil
  • ausgeprägte Vorratshaltung: 100 bis 130 Liter Gefrierteil

Außerdem ist zwischen verschiedenen Gefrierfächern zu unterscheiden – anhand der für die Kühlleistung vergebenen Sterne:

* (1 Stern): bis -6°C; fürs kurzfristige Lagern gefrorener Lebensmittel (bis ca. 1 Woche)

** (2 Sterne): bis -12°C; bis ca. 1 Monat

*** (3 Sterne): bis -18°C; bis 3 Monate

**** (4 Sterne): -18°C und kälter; bis 1 Jahr und länger; auch geeignet zum Einfrieren, ohne dass bereits Eingelagertes wieder auftaut

Klimaklasse

Mit der Klimaklasse wird angegeben, wo das Kühl- oder Gefriergerät betrieben werden sollte. Schließlich gibt es im Haus sehr unterschiedliche Temperaturbereiche: vom unbeheizten Keller über den beheizten Wohnraum bis hin zu besonders warmen Stellplätzen, beispielsweise in heißeren Ländern.

  • SN (Subnormal): Umgebungstemperatur von + 10 bis + 32 Grad Celsius
  • N (Normal): + 16 bis + 32 Grad Celsius
  • ST (Subtropen): + 16 bis + 38 Grad Celsius
  • T (Tropen): + 16 bis + 43 Grad Celsius

Achten Sie also auf die passende Klimaklasse: N für Kühl- oder Gefriergeräte in beheizten Wohnräumen, SN fürs Aufstellen im unbeheizten Keller.

Lesen Sie auch: Unsere Tipps zum langlebigen und sparsamen Betrieb Ihres Kühlschranks

 

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