Kaufberatung: Gefriergeräte

GefriergeräteBauart und Größe

Auch bei Gefriergeräten gibt es unterschiedliche Bautypen und Größen. Ob man sich einen Gefrierschrank, eine Gefriertruhe oder doch lieber eine Kühl-Gefrier-Kombination zulegt, hängt stark von der Haushaltsgröße und dem zur Verfügung stehenden Platz, aber auch vom vorhandenen Budget ab, denn die Anschaffungskosten unterscheiden sich enorm. Auch beim Stromverbrauch und dem Komfort zeigen sich größere Unterschiede.

Tiefkühlschrank oder -truhe?

Gefriergeräte gibt es als als Truhen oder Schränke. Gefrierschränke benötigen eine kleine Stellfläche, sind aber je nach Fassungsvermögen wesentlich höher als Gefriertruhen. Gefrierschränke bieten außerdem eine bessere Handhabung, denn meist verfügen sie über mehrere Schubladen. Sind diese aus transparentem Kunststoff, lässt sich der Inhalt noch besser überblicken. Gefriertruhen haben allerdings oftmals noch immer einen niedrigeren Energieverbrauch und sind auch in der Anschaffung etwas günstiger. Ein Nachteil für den Nutzungskomfort ist, dass sich die Klappe an der Oberseite befindet. Das macht es gerade für kleine Menschen schwierig, die unten lagernden Lebensmittel zu erreichen.

Vor- und Nachteile in Kürze:

Gefriertruhe
Gefrierschrank
+ geräumig
+ preisgünstig
+ geringerer Stromverbrauch- sperrig
– unübersichtlich
– unkomfortabel für kleine Menschen
– Befüllen von oben
+ gut integriebar
+ leichte Organisation
+ hoher Komfort durch Schubelemente- weniger Stauraum für großes Gefriergut
– höhere Anschaffungskosten
– oft ein höherer Stromverbrauch

 

GefriertruheDer Nutzinhalt

Wie viel Platz benötigt man eigentlich zur Aufbewahrung gefrorener Lebensmittel? Eine grundsätzliche Frage, die sich jeder vor dem Kauf stellen muss. Die Größe muss realistisch abgeschätzt werden, denn davon hängen nicht nur Platzbedarf und Anschaffungspreis, sondern auch der Energieverbrauch und somit die Folgekosten ab. Es gibt eine Faustformel, an der man sich orientieren kann: Pro Person sollte man mit einem Nutzinhalt von 60 bis 70 Litern rechnen. Für einen durchschnittlich großen Haushalt, also zum Beispiel eine Familie mit drei bis vier Personen, reicht ein Gefriergerät mit einem Nutzinhalt von 180 bis 280 Litern aus. Ein- oder Zwei-Personen-Haushalte sind mit einem maximal 150 Liter fassenden Gerät gut ausgestattet.

Lieber doch eine Kühl-Gefrier-Kombination?

Wer besonders wenig Platz zur Verfügung hat oder einfach nicht so viele Lebensmittel einfrieren möchte, sollte eher zu einer Kühl-Gefrier-Kombination oder sogar nur zu einem Kühlschrank mit integriertem Eisfach greifen. Die Anschaffung eines separaten Gefriergerätes würde sich nicht lohnen, da der Rauminhalt auch genutzt werden muss, um unnötige Energieverluste und damit hohe Folgekosten zu vermeiden.

Der Energieverbrauch

Für Gefriergeräte gilt dasselbe wie für Kühlgeräte: Man sollte penibel auf den Energieverbrauch des Gerätes achten, schließlich läuft das Gefriergerät jeden Tag in der Woche, das ganze Jahr lang – es hängt also permanent am Stromnetz. So ist es auch nicht verwunderlich, dass je nach Erhebung zwischen 16 und 30 Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt auf das Konto von Kühlschrank und Gefriergerät gehen.

Es gibt im Grunde kaum noch Geräte mit einer schlechteren Energieeffizienzklasse als A auf dem Markt. Trotzdem gibt es sie, auch wenn sie echte Exoten geworden sind. Vor ihnen sollte man sich aber hüten. 90 Prozent der Geräte sind mit einem A gekennzeichnet, aber wie bei den Kühlgeräten gibt es auch in dieser Klasse noch so enorme Unterschiede, dass sie weiter in die Unterklassen A, A+, A++ und sogar A+++ unterteilt wurde. Hierbei verbraucht ein A-Gerät doppelt so viel Strom wie eines der Klasse A++.

Die sparsamere Variante der beiden Bauformen ist die Gefriertruhe. Sie benötigt beim gleichen Fassungsvermögen mindestens 30 Prozent weniger Strom als ein Gefrierschrank. Doch das ist noch nicht alles, denn da der Deckel durch die Eigenlast bei einer Truhe fest schließt, ist die Truhe nicht so anfällig für Kältelecks durch alternde und poröse Dichtungen. Und da kalte Luft schwerer ist als warme, sinkt die Kälte nach unten, kann also bei geöffnetem Deckel nicht so schnell entweichen. Aus Sicht der Energieeffizienz ist demnach eine Truhe vorzuziehen, wenngleich ein Schrank klare Vorteile bei der Bedienung bietet.

Tipp: Durch die richtige Auf- und Einstellung des Gerätes kann auf den Energieverbrauch positiv eingewirkt werden. Zum Beispiel kann man:

  • die Gefriertemperatur richtig einstellen. Diese sollte nicht weniger als -18° C betragen, denn jedes Grad zuviel kostet Energie
  • einen günstigen Aufstellungsort wählen. Das Gefriergerät sollte auf keinen Fall neben Wärme erzeugenden Geräten stehen, da sich dadurch der Stromverbrauch erhöht
  • die Tür nur kurz öffnen, um nur wenig kalte Luft entweichen zu lassen
  • die Dichtung nach einiger Zeitüberprüfen, denn undichte Stellen lassen ebenfalls die Kälte entweichen

 

GefrierschrankAusstattung und Technik

Die Ausstattung und der daraus resultierende Komfort machen sich nicht nur bei der Bedienung eines Gefriergerätes bemerkbar, sondern helfen auch, die Lebensmittel optimal und energiesparend zu lagern. Komfort und Energieeffizienz gehen hier sozusagen Hand in Hand.  Zum Beispiel kann durch ein komfortables Bedienfeld die Temperatur gradgenau eingestellt und somit Kälte optimal “dosiert“ werden. Das beeinlusst sowohl den Komfort als auch den Energieverbrauch. Es lohnt sich also, auf ein gewisses Maß an Komfort zu achten – auch wenn sich dadurch der Anschaffungspreis etwas erhöht.

Für einen hohen Komfort für Mensch und Lebensmittel sollte das Gefriergerät elektronisch zu bedienen sein. Dadurch lässt sich die Temperatureinstellung exakt vornehmen. Auch sollte sich das Bedienfeld an der Außenseite des Gerätes befinden, um die Regulierung der Temperatur bei geschlossener Tür vornehmen zu können. Bei teureren Geräten werden an einem Display auch Fehlermeldungen wie zum Beispiel eine zu niedrig eingestellte Temperatur oder eine offene Tür angezeigt. Ebenfalls wichtig für Bedienkomfort und Energieeffizienz ist eine übersichtliche Aufteilung des Stauraums. Hier punkten die Gefrierschränke, da sie durch Schubladen einen besseren Überblick und somit ein schnelleres Finden ermöglichen. Da dadurch die Tür nur kürzere Zeit geöffnet bleibt, strömt weniger warme Luft in den Innenraum – auch das wirkt sich auf den Verbrauch aus.

Die Funktionen

Manche Gefriergeräte sind mit Extrafunktionen ausgestattet. Eine sinnvolle Funktion ist die Schnellgefrierfunktion. Wird diese benutzt, verringert sich die Temperatur im Gefriergerät. So puffert das Gerät Temperaturschwankungen ab, die entstehen, wenn Lebensmittel mit Zimmertemperatur in das Gerät gelegt werden. Diese Schnellgefrier-Funktion hat fast jedes Gerät, aber nicht jedes Gerät schaltet sich auch automatisch wieder in den normalen Modus zurück. Geräte mit Gefrierautomatikfunktion können das. Hat das Gerät keine automatische Abschaltfunktion, muss manuell zurückgeschaltet werden. Da die Gefahr besteht, dass man das vergisst, und das Gerät unnötig viel Strom verbraucht, ist eine Gefrierautomatikfunktion durchaus sinnvoll.

no frostEbensfalls eine sehr praktische Funktion ist die NoFrost-Technik, mit der bereits viele Geräte ausgestattet sind. Genau wie bei Kühl-Gefrier-Kombinationen sorgt diese Technik dafür, dass sich keine Eisschichten bilden können, die den Stromverbrauch in die Höhe treiben. Ein weiterer Vorteil ist, dass ein manuelles Abtauen nicht notwendig ist. NoFrost-Geräte verbrauchen durch diese Technik zwar etwas mehr Strom, sparen aber durch das Verhindern der Eisbildung auch wieder Energie ein.

Wichtig für die korrekte Arbeitsweise des Gefriergerätes ist die Beachtung des Gefriervermögens. Mit diesem Wert wird angegeben, welche Mengen an Lebensmitteln innerhalb von 24 Stunden eingefroren werden können, ohne dass die Temperatur im Innenraum so weit erhöht wird, dass die bereits eingefrorenen Lebensmittel sich auf mehr als -15 °C erwärmen. Verstaut man zu große Mengen warmer Lebensmittel, können die Lebensmittel Schaden nehmen und die Qualität darunter leiden.

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